Rettenbachklamm

Wer in Graz und Umgebung eine Wanderung sucht, die schnell erreichbar ist und sich trotzdem nach echtem Naturerlebnis anfühlt, landet früher oder später in der Rettenbachklamm. Zwischen Bach, Felsen, Holzstegen und dichtem Schluchtwald entsteht hier eine Stimmung, die man im Stadtgebiet so kaum erwartet. Genau das macht die Tour so spannend: Sie beginnt unscheinbar, wird dann aber Schritt für Schritt wilder, grüner und eindrucksvoller. Dazu kommt die Möglichkeit, die Klamm nicht nur kurz zu gehen, sondern die Wanderung bis zur Stephanienwarte und weiter nach Mariatrost auszudehnen. So wird aus einem kleinen Abenteuer rasch ein runder Ausflug mit viel Abwechslung.

Rettenbachklamm: Warum sich die Wanderung so gut für Graz eignet

Die Rettenbachklamm gilt als einzige Klamm im Grazer Stadtgebiet und ist gerade deshalb ein besonders starkes Ausflugsziel. Graz Tourismus beschreibt sie als naturbelassene Schönheit zwischen Platte und Kogelberg, dazu als beliebtes Ziel für Einheimische und Gäste. Wer hier unterwegs ist, hört laut offizieller Beschreibung keinen Straßenlärm, sondern vor allem Vogelstimmen und das Plätschern des Baches. Genau diese Mischung aus Stadtnähe und Natur macht die Rettenbachklamm zu einer der interessantesten Wanderungen direkt bei Graz.

Hinkommen zur Rettenbachklamm

Mit dem Auto zur Rettenbachklamm

Mit dem Auto ist die Rettenbachklamm unkompliziert erreichbar, weil sie im Grazer Osten liegt und über die Mariatroster Straße gut angesteuert werden kann. Graz Tourismus nennt Graz selbst als Anfahrtspunkt über A2 oder A9; für die eigentliche Wanderung ist der Bereich rund um Waldhof beziehungsweise Mariatrost der praktische Ausgangsraum. Wer mit dem Auto anreist, kombiniert die Tour am besten mit einem kurzen Zubringer zum Einstieg und geht die Strecke dann in Richtung Mariatrost weiter.

Mit Bus und Straßenbahn zur Rettenbachklamm

Am angenehmsten ist die Anreise mit Öffis. Graz Tourismus empfiehlt für den Start die Straßenbahnlinie 1 bis zur Haltestelle Waldhof beziehungsweise Waldhof/Rettenbachklamm. Von dort führt der Weg über die Mariatroster Straße und den Steingrabenweg direkt zur Infotafel und zum Einstieg in die Klamm. Auch der Rückweg ist einfach gelöst, weil die Route bei Mariatrost wieder an die Linie 1 anschließt.

Mit der Bahn zur Rettenbachklamm

Wer von außerhalb kommt, kann bequem mit der Bahn bis Graz Hauptbahnhof fahren. Graz Tourismus empfiehlt ab dort die Weiterfahrt mit der Straßenbahn in Richtung Zentrum und weiter zum Hauptplatz, wo die Linie 1 Richtung Mariatrost genommen wird. Dadurch ist die Rettenbachklamm auch ohne Auto sehr gut als Halbtages- oder Tagesausflug machbar.

Rettenbachklamm: Nächtigen in der Umgebung

Nächtigen in Graz und rund um Mariatrost

Die Rettenbachklamm eignet sich ideal für alle, die direkt in Graz nächtigen und Natur ganz unkompliziert mit einem Stadtaufenthalt verbinden möchten. Rund um Mariatrost, im Grazer Osten und natürlich im gesamten Stadtgebiet gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten, von denen aus die Klamm gut erreichbar ist. Das macht die Wanderung besonders attraktiv für Gäste, die tagsüber im Grünen unterwegs sein und am Abend wieder städtische Infrastruktur, Gastronomie und kurze Wege genießen möchten.

Charakter der Wanderung

So fühlt sich die Tour an

Die Rettenbachklamm ist keine breite Promenade, sondern ein markierter, teilweise gesicherter Steig durch eine enge, schattige Schlucht. Laut offizieller Beschreibung geht es entlang des tosenden Rettenbachs, über kleine Brücken und vorbei an bemoosten Felsen durch einen artenreichen Schluchtwald. Nach dem eigentlichen Klammabschnitt wird das Gelände flacher, später öffnen sich Obstgärten und freie Bereiche Richtung Platte und Mariatrost. Genau dieser Wechsel macht die Tour so reizvoll.

Für wen die Wanderung gut passt

Die Route eignet sich gut für alle, die etwas mehr wollen als einen Spaziergang. Graz Tourismus empfiehlt sie für ältere und fitte Kinder und nennt Kinder ab etwa sechs Jahren, sofern Trittsicherheit vorhanden ist. Gleichzeitig wird klar darauf hingewiesen, dass die Tour nicht kinderwagentauglich ist und gutes Schuhwerk braucht. Für gemütliche Ausflügler:innen ist sie machbar, aber eben nur dann, wenn steilere, schmale und rutschige Passagen kein Problem sind.

Welche Ausrüstung für die Rettenbachklamm sinnvoll ist

Feste Wanderschuhe sind für die Rettenbachklamm Pflicht. Graz Tourismus weist ausdrücklich darauf hin, dass gutes Schuhwerk und Trittsicherheit nötig sind, weil der Weg je nach Wetter rutschig sein kann. Nicht geeignet ist die Strecke für Kinderwagen und Rollstühle. Sinnvoll sind außerdem Kleidung, die auch im schattigen Schluchtbereich angenehm ist, sowie genug Wasser für die längere Variante bis Mariatrost. Wer nach Regen unterwegs ist, sollte besonders aufmerksam gehen, weil Holz, Steine und erdige Passagen dann rasch glatt werden können.

Sehenswertes entlang der Rettenbachklamm

Bach, Felsen und Schluchtwald

Das eigentliche Highlight ist die Klamm selbst. Laut Graz Tourismus verläuft die Wanderung durch einen naturbelassenen Bereich mit Bach, kleinen Tümpeln, Felsen und einem artenreichen Schluchtwald. An den steilen Hängen haben sich große Hainbuchen, Rotbuchen sowie Mischwaldbestände entwickelt. Wer gerne fotografiert oder einfach die Atmosphäre einer kühlen, grünen Schlucht mag, bekommt hier besonders viel geboten.

Stephanienwarte und Obstgärten

Wer die längere Variante geht, kommt nach der Klamm über Obstwiesen hinauf zur Stephanienwarte. Genau diese Kombination aus schattiger Schlucht und anschließend offenen Landschaftsbildern ist einer der größten Pluspunkte der Tour. Dazu kommt, dass der Weg nach der Klamm deutlich lichter wird und damit auch die Ausblicke zunehmen.

Mariatrost als stimmiger Schlusspunkt

Die offizielle Wanderung endet in Mariatrost, wo die Route wieder an die Straßenbahn anschließt. Dadurch bekommt die Tour einen sehr runden Abschluss: zuerst das enge Naturerlebnis in der Klamm, dann freiere Landschaft und schließlich der bekannte Zielraum rund um Mariatrost. Genau das macht diese Wanderung auch für Besucher:innen interessant, die Graz von einer anderen Seite kennenlernen möchten.

Touren in der Rettenbachklamm

Die klassische „Wanderung der Sinne“

Die bekannteste Variante ist die offizielle „Wanderung der Sinne: Rettenbachklamm – Mariatrost“. Graz Tourismus gibt dafür 6 Kilometer, rund 2 Stunden Gehzeit, 245 Höhenmeter im Aufstieg und 232 Höhenmeter im Abstieg an. Diese Route verbindet die Klamm mit Obstgärten, Stephanienwarte und dem Zielbereich Mariatrost und ist damit die stärkste Gesamtvariante für einen Beitrag mit Reichweitenpotenzial.

Die kürzere Rettenbachklamm-Runde

Wer es kompakter möchte, kann auch die kürzere Stadtwanderung von Waldhof durch die Klamm Richtung Mariatrost gehen. Das Stadtportal Graz beschreibt sie als leichte Wanderung über etwa 3 Kilometer mit rund 1½ Stunden Gehzeit und ungefähr 80 Höhenmetern. Diese Variante eignet sich gut, wenn die Klamm selbst im Mittelpunkt stehen soll und weniger die längere Fortsetzung.

Verlängerung Richtung Platte

Eine weitere spannende Möglichkeit ist die Verlängerung über die Platte. Die Verbund Linie beschreibt, dass der Weg Nr. 85 von der Rettenbachklamm weiterführt und die Stephanienwarte auf dem höchsten Punkt der Platte einen schönen Rastplatz mit Stadtblick bietet. Damit lässt sich die Rettenbachklamm sehr gut mit einem zusätzlichen Aussichtsziel verbinden.

Welche Jahreszeit für die Rettenbachklamm am besten passt

Frühling, Sommer und Herbst

Die Rettenbachklamm ist laut Graz Tourismus fast das ganze Jahr über reizvoll, besonders stark wirkt sie aber im Frühling, Sommer und Herbst. Im Sommer wird die Schlucht ausdrücklich als angenehm kühl und schattig beschrieben, was sie an heißen Tagen besonders attraktiv macht. Im Frühling wirkt die Klamm frisch und grün, im Herbst bringt der bunte Wald zusätzliche Stimmung auf den Weg.

Vorsicht bei Nässe und winterlichen Bedingungen

Weil der Steig teilweise gesichert, schmal und je nach Wetter rutschig ist, braucht die Tour bei nassen oder winterlichen Verhältnissen mehr Aufmerksamkeit. Offizielle Hinweise betonen Trittsicherheit und gutes Schuhwerk. Für eine klassische Genusswanderung ist daher die trockene, schneefreie Zeit meist die angenehmste Wahl.

Für wen sich die Rettenbachklamm besonders auszahlt

Die Rettenbachklamm ist eine Wanderung für alle, die in Graz nicht nur spazieren, sondern ein echtes kleines Naturabenteuer erleben möchten. Die Strecke punktet mit kühlem Bachlauf, dichtem Wald, Holzstegen, Felsen und einer starken Kombination aus Schlucht, Obstgärten und Mariatrost. Dazu kommt die sehr einfache Anreise mit der Straßenbahn. Für Graz und Umgebung ist die Rettenbachklamm deshalb eines der stärksten Themen, wenn ein Beitrag Natur, Stadtnähe und hohen Wiedererkennungswert verbinden soll.

Die wichtigsten Fragen zur Rettenbachklamm

Die Rettenbachklamm liegt im Osten von Graz bei Mariatrost und gilt als einzige Klamm im Grazer Stadtgebiet. Sie befindet sich zwischen Platte und Kogelberg.

Die offizielle „Wanderung der Sinne“ ist 6 Kilometer lang und mit rund 2 Stunden Gehzeit angegeben. Daneben gibt es auch eine kürzere Stadtwanderung durch die Klamm mit etwa 3 Kilometern und rund 1½ Stunden Gehzeit.

Ja, aber nicht für ganz kleine Kinder im Kinderwagen. Die Tour empfiehlt sich für ältere und fitte Kinder und Kinder ab etwa sechs Jahren, sofern Trittsicherheit vorhanden ist.

Ja. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind empfohlen, weil der Weg stellenweise gesichert ist und je nach Wetter rutschig werden kann.

Am einfachsten mit der Straßenbahnlinie 1. Der Einstieg ist gut über die Haltestelle Waldhof beziehungsweise Waldhof/Rettenbachklamm erreichbar, der Rückweg funktioniert ab Mariatrost ebenfalls mit der Linie 1.

Besonders beliebt ist die Tour in Frühling, Sommer und Herbst. An heißen Tagen ist die schattige und kühle Schlucht besonders empfehlenswert.

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